
Arbeit geht weiter – Forderungseinzug steht im Vordergrund
Auch nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der RiCö Internationale Transport und Logistik GmbH geht die Arbeit für den Insolvenzverwalter Torsten Gutmann und sein Team weiter. Mit einer vollständigen Beendigung des Verfahrens ist vermutlich erst in vier bis sechs Jahren zu rechnen sein.
Nachdem die Übernahmeverhandlungen mit potentiellen Investoren gescheitert waren, musste die Geschäftstätigkeit am 31. Mai 2008 eingestellt werden, trotzdem ruht die Arbeit in der Verwaltung in Osterode nicht. „Derzeit sind noch 21 Angestellte beschäftigt, deren Hauptaufgabe darin besteht, die noch offenen Forderungen der RiCö GmbH einzufordern. Hier geht es immerhin um eine 12-15 Millionen Euro,“ berichtet der Insolvenzverwalter Torsten Gutmann.
Dem stehen Forderungen von rund 1000 Gläubigern gegenüber, die eine Summe von 424 Millionen Euro angemeldet haben. 240 Millionen Euro werden aller Voraussicht nach anzuerkennen sein. „Meine Prognose ist, dass wir eine Insolvenzquote von ca. zehn Prozent erreichen werden,“ sagt Gutmann. Dies wäre aufgrund der Betriebsstilllegung und der Besonderheiten des Unternehmens ein Erfolg.
„Hinzu kommt, dass immer noch nicht die Standorte aller Fahrzeuge recherchiert werden konnte. Von den ursprünglich angeblich 6600 Fahrzeugen fehlten nach jetzigem Stand laut Insolvenzverwalter noch 1600 Fahrzeuge. „Wir gehen davon aus, dass von diesen letztendlich 200 Fahrzeuge nicht mehr aufgefunden werden können“, sagte Gutmann.
ei der polnischen Tochtergesellschaft PRP Sp. U. o.o. ist durch Beschluss des Amtsgerichts Legnica am 6. August 2008 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der polnischen Ricö-Tochtergesellschaft PRP eröffnet worden. Der Antrag auf Eröffnung des Verfahrens wurde durch den Insolvenzverwalter, eine Leasinggesellschaft und den PRP-Vorstand gestellt. Als Insolvenzverwalter wurde Jerzy Ciesiul eingesetzt. Die Geschäftstätigkeit der PRP ist bereits Ende Februar eingestellt worden, Die PRP hatte zu diesem Zeitpunkt rund 2.000 Mitarbeiter.
Lehrte, 01. September 2008
Abwicklung eines ehemaligen Branchenriesen
Lehrte, 3. Juli 2008. Bei der heute stattfindenden Gläubigerversammlung werden die Gläubiger der RiCö Internationale Transporte und Logistik GmbH über den Fortgang des Verfahrens unterrichtet und die angemeldeten Forderungen geprüft. Rund 1.000 Gläubiger haben Forderungen in Höhe von über 424 Mio. EUR angemeldet. Gläubigerversammlungen werden vom zuständigen Gericht, in diesem Fall dem Amtsgericht Osterode, einberufen und geleitet und tagen nicht öffentlich.
Die Hauptaufgabe besteht in diesem Verfahren in der Ermittlung und Erfassung des umfangreichen Vermögens im In- und Ausland, dem Forderungseinzug sowie der Geltendmachung und Durchsetzung der insolvenz- und gesellschaftsrechtlichen Ansprüche. Nach dem derzeitigen Stand ist damit zu rechnen, dass das Verfahren noch vier bis sechs Jahre dauern wird. „Verglichen mit der Größe des Unternehmens ist dies aber keine ungewöhnlich lange Verfahrensdauer“, betont der Insolvenzverwalter Torsten Gutmann von der Kanzlei Lüders Warneboldt Gutmann aus Lehrte.
Nach dem Insolvenzantrag vom 5. März 2008 wurde Herr Torsten Gutmann zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Es gelang ihm mit seinem Team, ein Fortführungskonzept für das Insolvenzantragsverfahren zu erstellen und den ruhenden Betrieb ab dem 13. März 2008 wieder aufzunehmen. Durch die Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebes wurde erst die Möglichkeit geschaffen, den Geschäftsbetrieb im Ganzen oder in Teilen zu veräußern. Die Belegschaft wurde von ursprünglich rund 1.000 Mitarbeitern auf 350 Mitarbeiter reduziert. Am 9. Mai 2008 wurde im Einvernehmen mit dem eingesetzten Gläubigerausschuss beschlossen, den Betrieb stillzulegen. Die Gespräche mit potentiellen Investoren waren zuvor beendet worden, nachdem sich herausstellte, dass diese keine Betriebseinheiten in nennenswertem Umfang übernehmen wollten. Im Mai wurde ein noch im Insolvenzverfahren akquirierter Großauftrag weitergeführt, die Betriebstätigkeit endete am 31. Mai 2008.
Hinsichtlich des Vermögens der polnischen Tochtergesellschaft wurde ein eigenes Insolvenzverfahren eingeleitet. Der dortige Geschäftsbetrieb konnte angesichts der fehlenden Aufträge aus Deutschland nicht wieder aufgenommen werden. In Polen waren ursprünglich 2.030 Mitarbeiter beschäftigt.
Neben der Betriebsfortführung und intensiven Gesprächen im Hinblick auf die angestrebte Unternehmensveräußerung war der bisherige Schwerpunkt der Tätigkeit die Sicherstellung des Fuhrparks. Dieser war überwiegend geleast, wozu das Unternehmen mit 48 verschiedenen Leasinggesellschaften zusammengearbeitet hat. Von den angeblich vorhandenen 6.600 Fahrzeugen (Zugmaschinen, Auflieger und Wechselbrücken) wurden 4.200 sichergestellt. Hinsichtlich des Verbleibs der übrigen Fahrzeuge finden parallel zu den weiteren Ermittlungen des Insolvenzverwalters strafrechtliche Ermittlungen der Staatsanwaltschaft statt.
Lehrte, 03. Juli 2008
Nach RicCö-Insolvenzeröffnung muss Geschäftstätigkeit weitgehend eingestellt werden
Am 01.05.2008 wurde mit Beschluss des Amtsgerichtes Osterode am Harz das Insolvenzverfahren über das Vermögen der RiCö Internationale Transporte und Logistik GmbH eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde der bereits mit der vorläufigen Insolvenzverwaltung betraute Rechtsanwalt Torsten Gutmann aus der Kanzlei Lüders Warneboldt Gutmann bestellt.
Angesichts noch laufender Übernahmeverhandlungen für größere Teile des fortgeführten Unternehmens wurde der Betrieb über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens hinaus in dem bisherigen Umfang fortgeführt. Am heutigen Nachmittag wurden die verbliebenen Mitarbeiter an den beiden Standorten in Osterode und Schopsdorf darüber informiert, dass die Verhandlungen über eine Betriebsübernahme mit ernsthaften Interessenten in dieser Woche gescheitert sind und die Fahr- und Geschäftstätigkeit daher mit Ausnahme eines einzelnen rentablen Großkundenauftrags eingestellt werden muss.
Der Gläubigerausschuss hat der Entscheidung des Insolvenzverwalters zu diesen Maßnahmen am 08.05.2008 zugestimmt. Am heutigen 09.05.2008 wurden die insoweit erforderlich gewordenen Kündigungen ausgesprochen.
Von den bislang noch beschäftigten 350 Mitarbeitern können bis auf weiteres 70 Mitarbeiter fortbeschäftigt werden, 50 Mitarbeiter zur Erfüllung des rentablen Großkundenauftrags, 20 zur geordneten Abwicklung des Vermögens.
Vor Insolvenzantragstellung beschäftigte RiCö 1000 eigene Mitarbeiter, 2000 Mitarbeiter waren bei einer polnischen Tochtergesellschaft beschäftigt. Zum Zeitpunkt der Insolvenzantragstellung am 05.03.2008 durch den erst kurz zuvor bestellten neuen Geschäftsführer war der Geschäftsbetrieb bereits seit einer Woche zum Erliegen gekommen.
Der Geschäftsführer wurde von seiner Tätigkeit entbunden. Im Rahmen der vorläufigen Insolvenzverwaltung gelang es dem Insolvenzverwalter Torsten Gutmann, den Betrieb ab dem 13.03.2008 wieder aufzunehmen. Die Belegschaft wurde auf 350 Mitarbeiter reduziert. Hinsichtlich des Vermögens der polnischen Tochtergesellschaft wurde ein eigenes Insolvenzverfahren eingeleitet. Der dortige Geschäftsbetrieb konnte von der polnischen Zwangsverwalterin angesichts der fehlenden Aufträge aus Deutschland nicht wieder aufgenommen werden.
Neben der Betriebsfortführung und intensiven Gesprächen im Hinblick auf die angestrebte Unternehmensveräußerung war der bisherige Schwerpunkt der Tätigkeit die Sicherstellung des Fuhrparks. Dieser war überwiegend geleast, wozu das Unternehmen mit 48 verschiedenen Leasinggesellschaften zusammengearbeitet hat. Von den angeblich vorhandenen 5000 bis 7000 Fahrzeugen (Zugmaschinen, Auflieger und Wechselbrücken) konnten nur rund 3100 sichergestellt werden. Hinsichtlich des Verbleibs der übrigen Fahrzeuge finden parallel zu den weiteren Ermittlungen des Insolvenzverwalters strafrechtliche Ermittlungen der Staatsanwaltschaft statt.
Zukünftiger Schwerpunkt der Tätigkeit wird nun die getrennte Veräußerung des Restbetriebes, der Immobilien und des sonstigen Anlagevermögens sein. Eine erste Gläubigerversammlung findet am 03.07.2008 in der Stadthalle Osterode statt.
Lehrte, 09. Mai 2008
Restrukturierung der insolventen RiCö GmbH
335 Mitarbeiter können weiterbeschäftigt werden
Das Speditionsunternehmen RiCö wurde für die Betriebsfortführung im Insolvenzverfahren restrukturiert. Nach einer weitgehenden Konzentration auf das Deutschlandgeschäft können rund ein Drittel der ursprünglich 950 Mitarbeiter weiterbeschäftigt werden. Da eine Reihe von Arbeitnehmern zwischenzeitlich bereits eine neue Beschäftigung gefunden hat und viele der Arbeitsverhältnisse befristet waren, müssen hierzu 390 Kündigungen ausgesprochen werden.
Zur Vorabinformation der betroffenen RiCö-Mitarbeiter fanden am Donnerstagmittag in Osterode und Schopsdorf Mitarbeiterversammlungen statt. „Die einzige Alternative zu den jetzt auszusprechenden Kündigungen wäre eine vollständige Betriebsschließung gewesen“, betonte der vorläufige Insolvenzverwalter Torsten Gutmann gegenüber den Mitarbeitern in Osterode. „Wir haben uns dafür entschieden, den Versuch zu unternehmen, die Geschäftstätigkeit, soweit dies möglich und wirtschaftlich vertretbar ist, fortzuführen.“
Entsprechend des erarbeiteten Fortführungskonzeptes ist es gelungen, die in den Tagen vor der Insolvenzantragstellung am 05.03.2008 vollständig zum Erliegen gekommene Geschäftstätigkeit wieder aufzunehmen. Eine solche Betriebsfortführung erlaubt es jedoch nur so viele Mitarbeiter fortzubeschäftigen, wie dies einem realistisch kalkulierten Auftragsvolumen entspricht. Hinsichtlich des reduzierten Geschäftsbetriebes werden nun Gespräche mit Übernahmeinteressenten geführt.
Am Sitz des Unternehmens in Osterode waren bei Insolvenzantragstellung 109, in der Niederlassung Schopsdorf 841 Mitarbeiter, darunter die rund 700 Fahrer, beschäftigt. In Osterode können 20 Angestellte, in Schopsdorf 53 Mitarbeiter aus der Verwaltung und Werkstatt und rund 262 Fahrer weiterbeschäftigt werden. Die Zahlung der Gehälter bis Ende April ist auch für die gekündigten Arbeitnehmer gesichert.
Das Tochterunternehmen PRP Sp. z. o.o. im polnischen Polkowice hat zwischenzeitlich ebenfalls einen Insolvenzantrag gestellt. Das Insolvenzgericht Breslau hat dort eine Zwangsverwalterin bestellt.
Lehrte, 28. März 2008
Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens
Am 5. März 2008 hat die Geschäftsführung der RiCö Internationale Transporte und Logistik GmbH mit Sitz in Osterode am Harz beim dortigen Amtsgericht Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.
Mit Beschluss des Insolvenzgerichts vom selben Tag wurde Rechtsanwalt/Dipl.-Kfm. Torsten Gutmann, Partner der Kanzlei Lüders Warneboldt Gutmann aus Lehrte, zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Der RiCö Internationale Transporte und Logistik GmbH wurde ein allgemeines Verfügungsverbot auferlegt. Die Verfügungsbefugnis über das Vermögen derGesellschaft ist vollständig auf den vorläufigen Insolvenzverwalter Torsten Gutmann übergegangen; dieser handelt als so genannter starker Insolvenzverwalter.
Die RiCö Internationale Transporte und Logistik GmbH ist auf Güterferntransporte in den osteuropäischen Raum spezialisiert. Die Gesellschaft wurde 1991 in Osterode am Harz, ihrem heutigen Verwaltungssitz, gegründet. Das Zentrallager für Deutschland befindet sich in Schopsdorf/Sachsen-Anhalt. Die gesamte RiCö-Gruppe hat nach Unternehmensangaben ca. 2000 eigene Zugmaschinen und LKW im Einsatz.
Rechtsanwalt/Dipl.-Kfm. Gutmann und sein Team haben sich unmittelbar nach Zustellung des Bestellungsbeschlusses zu den deutschen Standorten der Insolvenzschuldnerin begeben, um Maßnahmen zur Sicherung des Vermögens, insbesondere des Fahrzeugbestandes, zu ergreifen und eine erste Bestandsaufnahme vorzunehmen.
Gemäß dem richterlichen Beschluss wird Rechtsanwalt/Dipl-.Kfm. Gutmann das Unternehmen zunächst fortführen. In den kommenden Tagen wird er die dazu erforderlichen Gespräche mit Kunden, Lieferanten und Banken führen.
Über den weiteren Gang des Verfahrens wird der vorläufige Insolvenzverwalter unter seiner Internetpräsenz www.gutmann-insolvenzverwaltung.de laufend informieren.
Lehrte, 5. März 2008
Kontakt, Presse und Medien: Rechtsanwalt Martin Kropp, Lüders Warneboldt Gutmann, Tel. 05132/8268-25, m.kropp@luederslaw.de
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